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Hilfe, habe ich einen Mangel? 4 Tipps, damit dein Körper optimal versorgt ist

By admin | Uncategorized

Mrz 10

Ein Mangel kann sich auf unterschiedliche Weisen bemerkbar machen. Sowohl Müdigkeit, Kopfschmerzen oder Sehstörungen als auch blasse Haut können ein Anzeichen einer Mangelernährung sein. Diverse weitere Symptome einer Mangelernährung sind möglich. Wie Du Deinen Körper optimal versorgst und zu deiner Gesundheit beiträgst, erfährst Du hier.

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Ursachen der Mangelernährung und ihre Symptome

Eine Mangelernährung kann auf die folgenden Ursachen oder eine Kombination aus beiden zurückgeführt werden.

1. Die Nährstoffzufuhr ist über eine lange Zeit niedriger als der Nährstoffbedarf.
2. Die Nährstoffe aus der Nahrung können vom Körper nicht gut verwertet werden.

Beispiele für die genannten Ursachen sind eine einseitige Ernährung, ein langfristig hoher Stressfaktor oder eine Verdauungsstörung. Ebenfalls wirken sich Schwangerschaft und Stillzeit, ein hohes Alter, die Einnahme von Medikamenten oder erhöhter Alkohol- und Nikotinkonsum auf die Aufnahme und Verwertung von Nährstoffen aus.

Die Symptome einer Mangelernährung sind sehr unterschiedlich und nicht immer auf den ersten Blick erkennbar. Sie reichen von physischen Problemen bis hin zu psychischen Problemen. Treten folgende Symptome einzeln oder in Kombination regelmäßig auf, ist eine Mangelernährung wahrscheinlich:

- Schwächegefühl
- Nachlassen der Muskelkraft
- Muskel- und Gliederschmerzen
- Müdigkeit
- Antriebslosigkeit
- Abbau der Skelettmuskulatur oder Atemmuskulatur
- Störungen im Bewegungsablauf
- häufige Stürze und Knochenbrüche
- Verlust von Herzmuskelmasse und Pumpkraft
- Herzrhythmusstörungen
- häufige Infektionskrankheiten
- sehr langsame oder gestörte Wundheilung
- häufig auftretende Druckgeschwüre und Wundliegen
- Demenz
- neurologische Störungen
- Kopfschmerzen
- eingerissene Mundwinkel oder Lippen, Zahnfleischbluten
- Haut-, Haar- oder Nagelprobleme
- Konzentrationsschwäche
- Nervosität
- Blässe

Den durchschnittlichen Mangel in Europa und vor allem in Deutschland zeigt diese Grafik sehr gut auf.

Gesundheit - Die wichtigsten Nährstoffe für den Körper

Alle Nahrungsmittel enthalten diverse Stoffe, die nützlich oder weniger nützlich für einen gesunden Körper sind. Der Körper nimmt viele Nährstoffe, die er selbst nicht produzieren kann, über die Nahrung auf. Die grundlegenden Nährstoffe sind für viele essenzielle Körperfunktionen unverzichtbar. Dazu zählen neben Wasser und Sauerstoff die Makro- und Mikronährstoffe. Die Makronährstoffe versorgen den Körper mit Energie und tragen einen großen Teil zum Aufbau von Zellen, Gewebe und Organen bei. Die Mikronährstoffe haben diverse Funktionen im menschlichen Organismus.

Die wichtigsten Nährstoffe zur Unterstützung der Gesundheit in der Übersicht:

Makronährstoffe

- Kohlenhydrate
- Ballaststoffe
- Proteine
- Fette

Mikronährstoffe

Mineralstoffe: Mengenelemente sowie Spurenelemente sind Mineralstoffe. Notwendige Mengenelemente sind Magnesium, Phosphor, Kalium, Kalzium, Natrium und Chlorid. Die Spurenelemente Eisen, Jod, Selen und Zink sind ebenso wichtig für eine optimale Versorgung und Gesundheit.

Vitamine: Es gibt wasserlösliche und fettlösliche Vitamine. Die für den Körper unverzichtbaren wasserlöslichen Vitamine sind Vitamin B1, B2, B6, B12, Vitamin C, Folsäure, Biotin, Niacin und Pantothensäure. Zu den unerlässlichen fettlöslichen Vitaminen gehören Vitamin A, Vitamin D, Vitamin E und Vitamin K.

4 Tipps zur Verbesserung der Gesundheit

1. Naturbelassene Lebensmittel bevorzugen

Einen großen Teil der Ernährung sollten naturbelassene Lebensmittel ausmachen. Dazu zählen einige Grundnahrungsmittel wie Kartoffeln, Eier, Bohnen und Linsen. Ebenso wichtig für eine ausgewogene, gesunde Ernährung sind regionales, saisonales Bio-Obst und -Gemüse.

Auf viele industriell verarbeitete Lebensmittel sollte aus verschiedenen Gründen verzichtet werden. Stark industriell verarbeitete Lebensmittel beinhalten Zusätze wie raffinierten Zucker, verarbeitete Mehle und Pflanzenöle. Viele von ihnen sind mit Phosphaten angereichert, die Geschmack und Struktur verbessern und eine längere Haltbarkeit versprechen. Die Aufnahme von Phosphaten über die Nahrung kann die Organe und Knochen schädigen.

Stark industriell verarbeiteten Lebensmitteln werden außerdem Ballaststoffe, Vitamine, Enzyme und andere Nährstoffe entzogen, sodass sie dem Darm und der Verdauung schaden können. Diese Lebensmittel können chronische Erkrankungen und Entzündungen hervorrufen.

Rohe, unbehandelte Lebensmittel in Bio-Qualität hingegen, bestenfalls sogar aus dem eigenen Anbau, enthalten viele nötige Nährstoffe. Sie sind in der Regel frei von chemischen Pflanzenschutzmitteln und werden reif geerntet. Ein schnellstmöglicher Verzehr nach der Ernte ist empfehlenswert für eine optimale Nährstoffzufuhr.

2. Reichlich Obst und Gemüse

Obst und Gemüse sind unabdingbar für eine optimale Versorgung des Körpers mit allen notwendigen Nährstoffen. Sie enthalten viele für den Körper notwendige Stoffe wie die Spurenelemente Kalium, Eisen, Magnesium, Kalzium oder Zink. Zusätzlich liefern Obst und Gemüse viele Vitamine inklusive Folsäure, A-, C- und B-Vitamine sowie Provitamine.

Die Vitamine und Mineralstoffe in Obst und Gemüse unterstützen den Körper beim Entgiften. Sie regulieren die Verdauung, tragen zur Verbesserung des Stoffwechsels bei oder helfen bei der Reparatur von beschädigter Erbsubstanz. Magnesium, Phosphor und Kalzium unterstützen die Knochen, Nerven und Muskelfunktion.

Bei dem Kauf von Obst und Gemüse sollte jedoch auf hochwertige Qualität geachtet werden. Regionales Obst und Gemüse ist empfehlenswert, da die Transportwege so kurz wie möglich gehalten werden und ein zeitnaher Verzehr garantiert wird. Obst und Gemüse verlieren nach der Ernte oft wertvolle Inhaltsstoffe.

Nicht regionales Obst und Gemüse aus dem Supermarkt wird durch verschiedene Chemikalien oder Zusätze länger haltbar gemacht. Auf diese Weise sieht die Frucht zwar lange gut aus, versorgt den Körper jedoch mit geringeren Mengen nützlicher Vitamine und Spurenelemente im Vergleich zu regionalen Bio-Produkten.

3. Zuckerkonsum einschränken

Raffinierter Zucker ist ein hochverarbeitetes industrielles Produkt. Er gehört zu den einfachen Kohlenhydraten. Sie liefern kurzzeitig Energie und lassen den Blutzuckerspiegel ansteigen. Dieser sinkt nach kurzer Zeit wieder, was Heißhungerattacken zur Folge hat.

Zucker zählt zu den entzündungsfördernden Lebensmitteln. Ein dauerhaft hoher Zuckerkonsum bedingt Entzündungen im Körper, die Krankheiten wie Diabetes Typ 2, Rheuma, Krebs, Adipositas, Fettleber, Migräne und Bluthochdruck verursachen können.

Überschüssige Zuckermoleküle, die vom Körper nicht benötigt werden, verkleben mit für die Elastizität der Haut zuständigen Proteinen. Daraus resultieren blasse, unreine Haut, Entzündungen und Falten.
Beim Verzehr von Zucker wird das Glückshormon Dopamin ausgeschüttet, dessen Wirkung schnell nachlässt und somit dem Gehirn signalisiert, mehr zu essen.

Weiterhin gebraucht der Körper zur Verwertung von Zucker kostbare B-Vitamine. Werden diese bei regelmäßigem Zuckerkonsum in zu geringen Mengen zugeführt, entsteht ein Mangel. Das bezieht sich neben herkömmlichen Haushaltszucker ebenso auf ein Übermaß an Honig, Ahornsirup und anderen alternativen, natürlichen Süßungsmitteln.

Empfohlen von der WHO sind maximal 25 Gramm Zucker pro Tag.

4.Regelmäßig Blutwerte checken lassen

Um Mangelerscheinungen zu vermeiden, oder entgegenzuwirken, ist es sinnvoll sich regelmäßigen Bluttest beim Arzt zu unterziehen. Dabei sollte unbedingt beachtet werden, dass nicht „nur“ ein großes Blutbild gemacht wird. Sondern alle lebenswichtigen Nährstoffe und Vitamine unter die Lupe genommen, bzw. getestet werden.

Welche Nährstoffe und Vitamine das sind, hast du am Anfang des Textes schon gelernt und kannst diese mit deinem zuständigen Arzt besprechen.


Behandlung einer Mangelernährung

Um eine Mangelernährung zu behandeln, sollte man sich abwechslungs- und energiereich ernähren. Mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt sind empfehlenswert. Ebenfalls positive Auswirkungen haben feste Essenszeiten und eine ruhige Umgebung während der Speisen. Doch nicht nur die Aufnahme von Nahrung ist dabei wichtig. Auch eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr sollte nicht vergessen werden.

Auch auf Nahrungsergänzungsmittel kann ggf. zurückgegriffen werden, um beispielsweise einen Vitamin D Mangel auszugleichen. Zum Thema Vitamin D gibt es einen sehr empfehlenswerten Vortrag von Prof. Dr. Jörg Spitz. 


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